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© Jens Siegert

Jens Siegert

Jens Siegert, 1960 in Westdeutschland geboren, lebt und arbeitet seit 1993 in Moskau. Erst hat er über das Land als Radiokorrespondent berichtet, dann, ab 1999, das Moskauer Büro der grünen Heinrich-Böll-Stiftung geleitet. Das Schreiben hat er nicht aufgegeben. In seinem Russlandblog und den »Notizen aus Moskau« in den Russlandanalysen begleitet er das Land freundschaftlich-kritisch. Die tiefsten Einblicke verdankt er seiner russischen Frau und vielen guten Freunden.

Titel

Im Prinzip Russland - Eine Begegnung in 22 Begriffen

Russland und die Russen verblüffen uns immer wieder. Aber kein Grund vor dem zu kapitulieren, was uns grotesk, absurd, unverständlich erscheint: Jens Siegert bringt uns Land und Leute in 22 Begriffen näher. Es gibt Begriffe, die wir für typisch deutsch halten: Heimat etwa oder Abendbrot. Sie müssen nicht eindeutig sein, um gemeinsame Assoziationen und Erinnerungen hervorzurufen. Jens Siegert ist nach fast dreißig Jahren in Russland überzeugt: Über solche typischen Begriffe lässt sich auch ein unmittelbarer Zugang zur russischen Kultur, Lebensweise und Politik gewinnen. Manche dieser Begriffe sind bekannt, wie der Eintopf Borschtsch; manche missverstehen wir ein wenig, wenn wir z.B. die Datscha für einen Schrebergarten halten. Andere werden bis zu Jens Siegerts aufschlussreicher Zusammenstellung wohl nur Experten bekannt sein, wie Gopniki (Prekariat), Mat (Schimpfsprache) oder Propusk (Passierschein). Nicht zuletzt gehört dazu das Prinzip, in dem sich Grundsätzliches mit einem achselzuckenden Relativismus verbindet. Kann man mit Jens Siegerts Buch also Russland begreifen? Im Prinzip ja. Denn es eröffnet Einblicke in das russische Fühlen, Denken und Handeln. Indem er Verhaltensweisen und politische Entscheidungen aufschlüsselt, macht Siegert klar: Wer die Russinnen und Russen beim Wort nimmt, kann beginnen, Russland nahezukommen.

111 Gründe, Russland zu lieben

Russland ist unheimlich groß. Es gibt alles vom Permafrost im hohen Norden bis zu den Subtropen am Schwarzen Meer. Höchste Berge im Kaukasus und unendlich scheinende Steppen an der Wolga. Russen, Tataren, Burjaten, Tofalaren und viele andere unbekannte Völker mehr.
​Das Land ist herzlich und schroff, hoffnungslos romantisch und mitunter schrecklich. Keine einfache Liebe. Von St. Petersburg zum Baikalsee – eine Reise durch das größte Land der Welt und die berühmte »russische Seele«.

»Ein erfahrungsgesättigter Reise- und Kulturführer für Neulinge wie für Fortgeschrittene, der in vielen kleinen Kapiteln ein Panorama entfaltet.«
FAZ