Autor/in
© M. Hogrefe

Sven Amtsberg

Sven Amtsberg, geb. 1972, lebt in Hamburg, ist Schriftsteller, Gründungsmitglied des literarischen Clubs Macht e.V., Veranstalter und Moderator diverser Entertainmentformate. In den Jahren 2001 und 2008 erhielt er den Hamburger Förderpreis für Literatur. Zuletzt erschienen »Die Wahrheit über Deutschland« (Rowohlt, 2011), »111 Gründe, den FC St. Pauli zu lieben« (Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2013) sowie »Paranormale Phänomene – 20 fast wahre Geschichten« (Metrolit, 2014). Derzeit beendet er seinen ersten Roman, der im Frühjahr 2017 bei der Frankfurter Verlagsanstalt erscheinen wird.

»Dieser Mann ist ein Lügner. Ein Scharlatan. Ein Einseifer und Augenwischer. Kurz: ein Künstler. Wie Heinz Strunk mit einem gehörigen Schuss Kafka.«
Daniel Haas, Die Zeit

Titel

Superbuhei

Dass Hannover-Langenhagen der Platz sein würde, den das Leben ihm zugedacht hat, hätte Jesse Bronske nicht geglaubt. Und dass die Sitzschönheit Mona die Frau an seiner Seite sein würde, ebenso wenig. Mona ist Kassiererin im »SUPERBUHEI«, wo Jesse auch die Kneipe »Klaus Meine« betreibt. Tag für Tag schenkt er trostlosen Gestalten Drinks aus, die er nach Scorpions-Songs Gin of Change oder Grog you like a hurricane genannt hat. Doch der Wunsch nach Einzigartigkeit wurde ihm zeitlebens von seinem Zwillingsbruder Aaron auf gemeine Art vereitelt. Aaron, der ihm so sehr gleicht, dass noch nicht einmal ihr Vater, Imbissbudenbesitzer und Elvis-Imitator in Hamburg-Rahlstedt, sie auseinanderhalten kann. Jesse war vor Aaron geflohen, doch als er eines Nachts vor seinem Haus eine dunkle Gestalt im Maisfeld sieht, ist er sich plötzlich sicher: Aaron ist zurückgekehrt, um ihn zu ersetzen.
Sven Amtsbergs furioses Romandebüt ist Komödie und Vorstadtroman, am Ende sogar ein Thriller, eine Symbiose von Sven Regeners »Herr Lehmann«, Frank Schulz' »Onno Viets« und »Fight Club«. Der unverwechselbare Sound von Amtsberg, hanseatisch-lakonisch, zart-melancholisch, ein »Unernst mit Tiefenwirkung« (Hamburger Abendblatt) und sein schräger, unschlagbar charmanter Witz machen diesen Roman zu einem unwiderstehlichen Spaß.

»In der literarischen Performance-Szene Hamburgs ist er schon lange der bunte Hund, die Rampensau, der komische Vogel – und jetzt will dieser Sven Amtsberg auch noch einen Roman voller skurrilem Horror und lustiger Depression können? Ja, will er. Und kann er!«
Frank Schulz

»Das ganze Pointen-Buhei diente von Anfang an dazu, falsche Fährten zu legen. Wenn das nicht super ist.«
Die Zeit

»Hier will ein Autor, der als Literaturentertainer zur Marke geworden ist, seine Leser unterhalten. Es gelingt ihm vortrefflich.«
Hamburger Abendblatt, Thomas Andre

Paranormale Phänomene

»Dieses Buch versammelt verschiedene Schilderungen von Augenzeugen, die über paranormale Phänomene berichten. Dieses Werk bemüht sich um Aufklärung dieser Phänomene. Außerdem bestrebt es, die Parapsychologie aus ihrer Schmuddel-Ecke zu holen.« So eröffnet Sven Amtsberg seine gleichermaßen skurrile und humorvolle Sammlung von Erzählungen: Da ist die von der Waterkant in die Berge verpflanzte Frau, die, vom Heimweh geplagt, nicht aufhören kann, Fische zu spucken (Meeresepiphanie) – oder Peters Frau, die sich als Medium für Außerirdische begreift und überall welche findet, sie aufliest und mit nach Hause nimmt. In der Erzählung »Vom Wimmern und Wummern« entdeckt eine Familie in ihrem Keller einen älteren Herrn auf einem ausgedienten Trimm-dich-Rad, der sich als Nazi vorstellt – hierbei handelt es sich um das Phänomen der Nazi-Emergenz. Vorgeführt werden außerdem Menschlicher Magnetismus, Teleportation, Marienerscheinungen, Schizophrene, Ekzeme, Embryonale Genese u.v.m.

»Ein ebenso ironischer wie poetischer Lovecraft-Horror!«
Krachkultur

»Ein lobenswertes Unterfangen.«
Zeit Online

»Der Hamburger Humor vereint den Sinn fürs Skurrile mit der Freude am Sprachspiel, er kennt die Melancholie so gut wie die Ironie. Und manchmal gefällt ihm die Bizarrerie dann am besten, wenn sie eben nicht subtil ist – und trotzdem feingeistig. Als Paradebeispiel für Letzteres kann Sven Amtsberg dienen, der unter den Hamburger Humorschaffenden derzeit noch zu den hidden champions gehört.«
Hamburger Abendblatt

»[…] dieses Buch ist voller herrlich schräger Geschichten, die mich teilweise an Ambrose Bierce oder Edgar Allan Poe erinnern – die außerdem noch von den wunderbaren Illustrationen von Kat Menschik unterstützt werden.«
FluxFM

»Flashig! Amtsberg kippt Dir seine Geschichten in den Kopf wie ein Bleigießer.«
Olli Schulz

»Was heißt hier bitte ›Fast wahre Geschichten‹? Was von so großer Schönheit ist, kann nur voll und ganz und phänomenal wahr sein!«
Tilman Rammstedt

111 Gründe, den FC St. Pauli zu lieben

Untersuchungen haben ergeben, dass im Grunde die meisten Menschen den FC St. Pauli lieben. Nur viele wissen es noch nicht oder verheimlichen es vor sich selbst aus Angst vor den Reaktionen von Familie, Kollegen und Gesellschaft. Denn noch immer wird die Liebe zum FC St. Pauli nicht überall toleriert, und Anhänger werden als Zecken beschimpft. Der soziale Druck ist hoch. Viele unterdrücken ihre Liebe und versuchen, eine Lüge zu leben. Manche sogar ihr Leben lang. Es ist ein enormer Leidensdruck, der so entsteht und an dessen Ende nicht selten Depression oder Suizid steht. Viele verstellen sich und ziehen jedes Wochenende in Stadien zu Vereinen, die sie nicht wirklich lieben. Verhüllen sich mit Trikots und Schals, um unter diesem Schutzpanzer ihre wahre Gesinnung zu verbergen. Sie verdrängen ihre Gefühle, bis sie dem Druck irgendwann nicht mehr standhalten können und zusammenbrechen. Doch so weit muss es nicht kommen. Kauf dieses Buch und du wirst sehen, es tut gar nicht weh, den FC St. Pauli zu lieben. Ganz im Gegenteil.

»Ein sympathisches Potpourri.«
11 Freunde