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© Werner Kinnebrock

Werner Kinnebrock

Werner Kinnebrock ist Professor für Mathematik. Das Studium der Mathematik und Physik erfolgte an der Universität Köln (Abschluss Diplom-Mathematiker). Danach Promotion an der TU Karlsruhe 1971. Während seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Kernforschungszentrum Karlsruhe von 1967 bis 1973 publizierte er zahlreiche Beiträge zur Reaktormathematik. Von 1973 bis 1975 war er Leiter der Abteilung »Anwendungssoftware« bei der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung unter der Trägerschaft der Universität Göttingen und der Göttinger Max-Planck Institute. Er wechselte 1975 zur »Fachhochschule Rheinland-Pfalz«. Er hat bisher sechs wissenschaftliche Fachbücher in acht Auflagen zu den folgenden Themen gesxchrieben: Informatik, Neuronale Netze (Simulation des Gehirns im Computer), Künstliche Intelligenz, Genetische Algorithmen (Simulation der Evolution im Computer), Roboter. Dazu vier populärwissenschaftliche Bücher in insgesamt neun Auflagen und zwei Ausgaben in italienischer Sprache. Sein bekanntestes Werk bisher ist: »Was macht die Zeit, wenn sie vergeht?« (C.H. Beck, 2012). Soeben ist sein neues Buch zum Thema »Glaube« erschienen.

Titel

Kein Wissen ohne Glaube

Kann ein Mensch ohne Glauben leben? Roboter tun das. Ihre Existenz basiert auf dem gesicherten Wissen, mit dem sie gefüttert wurden. Doch wehe, der Roboter wird aus seinem vertrauten Umfeld herausgerissen. Dann ist er hilflos und unfähig, damit zurechtzukommen. Anders der Mensch: Gerät er in eine solche Situation, wird er versuchen, sich das Neue und Unbekannte zu erschließen und sich eine Basis zu schaffen, um zu verstehen. Die menschliche Wissensbasis ist jedoch zu dürftig, um für alle Lebenssituationen Strategien und Sicherheit zu bieten. Werner Kinnebrock geht der Frage nach, wie weit wir mit Hilfe von Erfahrung und Wissenschaft in die Erkenntnis von Wahrheiten eindringen können. Wo ist die Grenze, an der das gesicherte Wissen aufhört und zwangsläufig der Glaube beginnt? Wo bleibt dabei der weltanschaulich-religiöse Glaube? Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard sagt: »Der Glaube kann nur im Sprung erreicht werden, der alles natürlich Verstehende hinter sich lässt.« Damit ginge wahrer Glaube weit über Wissenschaftsgläubigkeit hinaus. Klar und fundiert und doch mit der nötigen Offenheit für das Unfassbare nimmt uns der Autor mit auf eine spannende Argumentationsreise.