Autor/in
© Thomas Galli

Thomas Galli

Dr. Thomas Galli, geb. 1973 in München, hat Rechtswissenschaften (Dr. jur.), Psychologie (B.Sc.) und Kriminologie (M.A.) studiert. Von 2001 bis 2016 war er in leitenden Funktionen im Strafvollzug tätig, zuletzt als Leiter einer Justizvollzugsanstalt. Seitdem ist er als Rechtsanwalt, Autor und Vortragsredner tätig. Der Autor hat bisher zwei erfolgreiche Bücher mit authentischen Kriminalerzählungen veröffentlicht („Die Schwere der Schuld“ und „Die Gefährlichkeit des Täters“) und ist medial sehr präsent (vgl. www.galli-riedl.de und www.thomas-galli.de; Interviews u.a. in DER SPIEGEL, FAZ, STERN Crime). Die Bücher sind vielfach und sehr positiv rezensiert worden (u.a. in der Süddeutschen Zeitung).

Titel

Knastleben

Viele Straftäter, mit denen der ehemalige Gefängnisdirektor Thomas Galli während seiner 15-jährigen Tätigkeit im Strafvollzug konfrontiert gewesen ist, haben die abscheulichsten und grausamsten Verbrechen begangen. Sie sind in Sicherungsverwahrung – meist bis ins hohe Alter. Aber was führt dazu, dass Justiz, Gefängnisverwaltung und Psychologen einen Täter als »höchst gefährlich« einstufen?
Anhand von neun aufrüttelnden Knastschicksalen legt Galli dar, dass »das Böse« nie aus dem Nichts kommt und die Maßnahmen und Therapien, für die Millionen von Steuergeldern ausgegeben werden, in den meisten Fällen völlig sinnlos sind. Er warnt: Wegsperren allein ist keine Lösung. Vielmehr müssen langfristige Prävention und echte Wiedergutmachung durch die Täter im Fokus stehen – erst dann werden wir auch den Opfern gerecht.

Endstation Knast

Jeder zweite Straftäter wird rückfällig. Für den ehemaligen Gefängnisleiter Thomas Galli liegen die Gründe hierfür klar auf der Hand: Ein System, das nur auf Wegsperren ausgerichtet ist, leistet keine Rehabilitation. Das verdeutlichen auch die neun authentischen Fälle, die im Mittelpunkt seines Buches stehen. Vom Mehrfachmörder, der jede Therapie ablehnt, über den Schläger, der sich im Gefängnis einem Clan anschließt und immer tiefer in die Kriminalität abrutscht, bis hin zum Geiselnehmer, der seine Entlassung verweigert, weil er sich ein Leben in Freiheit nicht mehr vorstellen kann, zeigt Galli die Grenzen des deutschen Strafvollzugs auf und fordert: Die Institution Gefängnis muss grundlegend reformiert werden.