Autor/in
© Harald H. Schröder

Rudolf Proske

Rudolf Proske, geb. 1961, schlug sich jahrelang mit Gelegenheitsjobs durch und veröffentlichte in den Achtzigern einige Lyrikbände. In den Neunzigern kamen Erzählungen dazu, »Unverschämt« (Bitter Lemon, 1991) sowie zwei Romane, »Jack« (Ariel, 1994) und »Sievers erster Fall« (Ariel, 1997), ehe Proske das Schreiben fast gänzlich einstellte. Die letzten Jahrzehnte betätigte er sich als Fernfahrer und Unternehmensgründer. Heute lebt er mit seiner Frau, mit der er seit 36 Jahren verheiratet ist, auf einer kleinen Ranch, wo er alte Filme schaut und Wikingersagen liest. Und an einem neuen Roman schreibt.

»Ich kann mich erinnern, dass ich zwei Bücher von diesem Proske gelesen habe und dass ich sie mochte, und dass ich mich auch schon mal gefragt habe, was aus dem Mann wohl geworden ist und ob er was Besseres zu tun gefunden hat, als zu schreiben... sieht also nach einem neuen Buch von ihm aus?«
Franz Dobler

»Proske find ich gut. Klare Sprache, bisschen Milieu, bin großer Fan dieser Deutlichkeit inklusive sprachlicher Schönheit.«
Dirk Bernemann

»In seinen Gedichten gelingt es Rudolf Proske, die alltäglichen Ungeheuerlichkeiten seines Lebens in knappe, sich übertragende Bilder zu prägen.«
Walter Kempowski

»Wer nach einem liebevollen Weihnachtsgeschenk auf der Suche ist, dem kann man dieses Buch nicht gerade empfehlen.«
Donau-Zeitung, Jutta Olschewski (zum Erscheinen von Proskes erstem Gedichtband »Duell«, 1985)

Titel

Krachkultur 22/2021

Mit Rudolf Proske (*1961) konnte die Krachkultur-Redaktion eine deutsche Underground-Hoffnung reanimieren, die Mitte der 90er-Jahre, nach genialischen Anfängen, mit dem Literaturbetrieb abgeschlossen hatte und Lkw-Fahrer wurde. Nur Eingeweihte kannten die wenigen veröffentlichten Romane (»Jack«), Erzählungen (»Unverschämt«) und Gedichte. Für sie war Proske der einzig ernstzunehmende Bukowski-Nachfahre. Nun hat er den Schrank durchwühlt und zwei Kurzgeschichten gefunden aus der schlechten alten Malocher- und Abhänger-Zeit. Sogar ein paar neue Gedichte hat Proske für die »Krachkultur« geschrieben.

»Ein Coup gelingt der Krachkultur mit der (Wieder)Entdeckung von Rudolf Proske (*1961), der in diesem Heft auf fast vierzig Seiten mit Gedichten und zwei Erzählungen zu Wort kommt. Für seine in den 80er und 90er Jahren in kleiner Auflage erschienene Lyrik und Prosa würde ich womöglich meine Jörg-Fauser-Ausgabe eintauschen, besäße ich denn eine.«
Andreas Heckmann in AM ERKER (»Aus neuen Zeitschriften«)