Autor/in
© Josef H. Reichholf

Miki Sakamoto

Miki Sakamoto, geb. 1950 in Kagoshima/Japan, entstammt der alten Satsuma-Familie. Sie studierte in Tokio klassische japanische und chinesische Literatur und Kulturanthropologie an der Universität München. In Japan schrieb sie für verschiedene Zeitungen, seit 1974 lebt sie in München. Sie veröffentlichte »Münchner Freiheit: Fernöstliche Blicke auf die Weltstadt mit Herz« (Herbig 2007) und »Die Kirschblütenreise oder wie meine Großmutter Nao den Wandel der Zeit erlebte« (Nymphenburger 2011) sowie zusammen mit Josef H. Reichholf »Waldzeiten« (Kessel 2007). Außerdem erschienen von ihr die Gedichtbände »Kostbare Augenblicke« (Schibri 2005) und »Vergängliche Spuren« (Kessel 2014). Im Frühjahr 2019 ist bei hanserblau ihr neues Buch herausgekommen: »Eintauchen in den Wald«.

Titel

Eintauchen in den Wald

Eine Japanerin in Bayern. Miki Sakamoto vermisst die Kirschblüten. Nur im Wald fällt alle Unruhe von ihr ab. Sie atmet die heilenden Aromen und nimmt die Eindrücke mit allen Sinnen auf. Über Jahrzehnte entwickelt sie ihre spezielle Kunst des Waldspaziergangs. Miki Sakamoto vereint die Lehre des Shinrinyoku mit dem Buddhismus und der genauen Beobachtung des Nature Writing. Eindringlich und poetisch leitet sie an zu einem Leben im Rhythmus der Natur, das uns seelisch und körperlich gesunden lässt.

»Wenn Spaziergänge im Wald als Medizin gelten, dann ist das Buch ›Eintauchen in den Wald‹ die Packungsbeilage, die man unbedingt dazu lesen sollte.«
Marija Bakker, WDR5

»Selten liest sich ein Ratgeberbuch so poetisch ... Fesselnd ist, wie fesselnd Sakamoto von ihren Waldgängen erzählt.«
Vogue

»Sakamoto geht es um Genauigkeit der Beschreibung, nicht um Effekte, um das Schildern dessen, was sie sieht, hört, riecht, fühlt – eine Meditation, die nicht im eigenen Inneren das Nichts finden will, sondern die Konzentration nach außen richtet.«
Peter Praschl, WELT am Sonntag

Krachkultur 19/2018

Die gebürtige Japanerin Miki Sakamoto (*1950), die seit Jahrzehnten in Deutschland lebt und auf Deutsch schreibt und dichtet, entlarvt den Wald der Deutschen als mythischen Schwindel. Eine unterhaltsame Anklage in Zeiten des anschwellenden Waldbaden-Booms!

»Miki Sakamoto hat sich zum Beispiel mit dem Verhältnis der Deutschen zu dem von ihnen so gerne verklärten Wald beschäftigt. Die Deutschen könnten nur noch seinen Wert schätzen, aber ihn nicht mehr wertschätzen. Nicht die Bäume sind es also, die den Blick auf den Wald verstellen, sondern die Waldarbeiter. Und vielleicht ist es genau das, was dieses Land ausmacht.«
Neues Deutschland