Autor/in
© Miki Sakamoto-Reichholf

Josef H. Reichholf

Prof. Dr. Josef H. Reichholf, 1945 in Niederbayern geboren, Evolutionsbiologe, war bis April 2010 Leiter der Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung München und Professor für Ökologie und Naturschutz an der Technischen Universität München. Er ist Träger der »Treviranus-Medaille«, der höchsten Auszeichnung der Deutschen Biologen, und des Grüter-Preises für Wissenschaftsvermittlung. 2007 wurde er zudem mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. 2010 wurde sein Bestseller »Rabenschwarze Intelligenz« als »Wissenschaftsbuch des Jahres« prämiert. Zuletzt erschienen von ihm der als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnete Band »Symbiosen« und »Haustiere« (beide 2017 in der Reihe Naturkunden) sowie »Schmetterlinge - Warum sie verschwinden« (2018).

Titel

Das Leben der Eichhörnchen

Mit akrobatischen Sprüngen turnt es durch die Baumwipfel, um wenig später äußerst geschickt Nüsse im Garten zu verstecken: Das Eichhörnchen, Sympathieträger Nummer eins unserer Tierwelt. Der renommierte Biologe Josef H. Reichholf zeigt, dass es dafür gute Gründe gibt. Schließlich macht es nicht nur großen Spaß, Eichhörnchen zu beobachten, wir können von ihnen und ihren Verwandten auch viel über uns selbst lernen. Reichholf erklärt, warum auch Eichhörnchen spielen, wie Siebenschläfer uns helfen können, unsere Herbstmelancholie zu überwinden – und wie er es mit einem Eichhörnchen zu tun bekam, das vom Himmel fiel. Eine spannende Naturkunde, die uns die Tiere mit anderen Augen sehen lässt.

»Wer sich bei einem populären Sachbuch über Eichhörnchen ein wenig vor Tierfabeln fürchtet, kann beruhigt sein. Hier geht es um knallharte Energiehaushaltsdebatten, und verblüffend ist, wie "Das Leben der Eichhörnchen" dabei auch Nichtbiologen fesselt.«
Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

Schmetterlinge - Warum sie verschwinden

Die Schmetterlinge sterben aus. Nur noch selten sehen wir Bläulinge, Schachbrettfalter oder Weinschwärmer. Der Kleine Feuerfalter und der Segelfalter sind bereits weithin verschwunden. Pestizide, Überdüngung und Monokulturen machen ihnen den Garaus. Alles staatlich subventioniert. Biologe und Bestsellerautor Josef H. Reichholf prangert die Verfehlungen der deutschen Agrarpolitik an. Er zeigt jedoch auch, was gegen das Verschwinden der Insekten getan werden kann: von der Schaffung von Schmetterlingsbiotopen bis zur Schonung der Wegesränder. Ein flammendes Plädoyer für einen besseren Schutz der Arten – und ein Buch, das uns wie einst Nabokov der Faszination der Schmetterlinge erliegen lässt.

»Die Schmetterlinge werden von unseren Steuergeldern ausgerottet. Reichholf ist gelinde im Ton, doch radikal in dem, was er meint … Wenn man Reichholfs Buch am Ende dennoch nicht in erbitterter, sondern in heiterer Stimmung aus der Hand legt, so liegt das an der Art, wie er zu erzählen vermag und den Leser an seiner lebenslangen Verzauberung durch die Schmetterlinge teilhaben lässt.«
Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung

»Sein neues Buch wird bei jenen auf Interesse stoßen, denen langsam klar wird, dass Schmetterlinge nicht bloß schön anzuschauen sind, sondern auch und vor allem als veritable Bio-Indikatoren zu verstehen sind, denen es nach und nach an den Kragen geht … Das Buch … lenkt den Blick auf Vorgänge innerhalb des gesamten Ökosystems, die alle angehen, ob nun Falterkenner oder nicht.«
Peter Henning, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Krachkultur 18/2017

Josef H. Reichholf (*1945) ist einer der bekanntesten Biologen des Landes. Seine »Eichhörnchensaga« bietet Gedanken über das spannungsreiche Verhältnis von roten und schwarzen Eichhörnchen gewohnt unterhaltsam dar.