Autor/in
© Jochen Veit

Jochen Veit

Jochen Veit, geb. 1992, lebt in Köln. Bis 2017 Studium der Philosophie und Komparatistik in Mainz und Wien. Seit 2014 Teilnahme an div. Lesebühnen. 2016 Stipendiat der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung in Edenkoben, im November 2017 Finalist beim Literaturförderpreis der Stadt Mainz. Er veröffentlichte Texte in mehreren Literaturzeitschriften und Anthologien, u.a. in KRACHKULTUR 18/2017. Sein Debütroman ist im Frühjahr 2019 bei Arche erschienen.

Homepage

Titel

Mein Bruder, mein Herz

Viele Monate ist es her, dass Stephan seinen 13 Jahre jüngeren Bruder Benno zuletzt gesehen hat. Stephan hatte seine Heimat, ein abgelegenes Dorf im Schwarzwald verlassen, als ihre Eltern unter ungeklärten Umständen spurlos verschwanden. Jetzt kehrt er zurück, getrieben von der düsteren Ahnung, dass Benno etwas mit dem Verschwinden der Eltern zu tun gehabt haben könnte. Die Reise in den Schwarzwald und das Wiedersehen mit Benno konfrontieren Stephan mit scheinbar unlösbaren Fragen nach Verantwortung, Schuld und Verrat. Während sich über dem unergründlichen Dickicht des Waldes der Himmel verdunkelt, kommt Stephan einer Wahrheit über sich und seinen Bruder immer näher – bis ein Sturm losbricht, der droht, alles zum Einsturz zu bringen.

»Jochen Veit hat mit ›Mein Bruder, mein Herz‹ einen eigenständigen, starken Erstling vorgelegt. Dies ist gewiss kein Buch für einen behaglichen Leseabend. Dies ist ein ungemütliches, krasses Buch, das gelegentlich an ambitionierte Horrorfilme erinnert. Es ist einem beim Lesen nie ganz wohl, weil auch die Hauptfigur körperlich und geistig immer mehr zerrüttet.«
Steffen Jacobs, rbb kulturradio

»Auf brachiale Weise dekonstruiert ›Mein Bruder, mein Herz‹ die oftmals so unsäglich abgegriffenen Genres des Heimat- und Familienromans, um aus ihren Trümmern ein düster verwinkeltes Textgebäude zu errichten. In ihm bewegen sich die verängstigten Menschen wie grobianische Maschinen. Mit Jochen Veits grundpessimistischem Menschenbild mag man nicht d’accord sein, und doch verliert man sich mit zunehmend schauriger Lust in dessen zappendusterer Schreckensarchitektur.«
Deutschlandfunk

KRACHKULTUR 18/2017

Bei Jochen Veit (*1992), der mit der Kurzgeschichte »Apex« vertreten ist, verschafft die Natur sich in Blackwood’scher Manier gehörig Respekt.