Autor/in
© Alexander Paul Englert

Hanne Kulessa

Hanne Kulessa lebt in Frankfurt am Main. Seit 1982 freie Autorin, Moderatorin, Kritikerin (u.a. beim Hessischen Rundfunk, hr2kultur). Zahlreiche Buchveröffentlichungen (u.a. bei Luchterhand, S. Fischer, Piper, Suhrkamp, Insel, dtv, Rowohlt), darunter Herausgaben, Anthologien, Erzählungen, Kinderbücher, zwei Romane (»Der große Schwarze Akt«, 2008, »An Kuhl«, 2014). Zuletzt erschien: »Jörg Steiner, Im Sessel von Robert Walser«, Kartenpost, Limmat Verlag 2015.

Titel

Manchmal könnte Maria ihre Mutter umbringen. Aber würde sie dann den Namen ihres Vaters erfahren? Marias Mutter schweigt. Keine Antworten auf ihre Fragen. Niemals. Die Mutter schweigt wie Kuhl. Kuhl, die große Liebe. Und plötzlich war er verschwunden. Unauffindbar wie der Vater.
»Kuhl war überhaupt nicht cool. Kuhl war ein Haufen Hundescheiße, in den ich getreten bin, zu spät gemerkt. Vielleicht war es auch umgekehrt. Vielleicht war ICH der Haufen Hundescheiße, in den DU getreten bist, Kuhl. Und du wirst den Gestank nicht mehr los. MariaMariaMaria. Das sollst du herunterbeten, bis dir die Luft ausgeht. Es soll das Letzte sein, was du denkst, was du sprichst, was du riechst.«
Maria schreibt einen Brief an Kuhl. Sie erzählt ihm von ihren Jobs, von ihren Männern, von ihren Versuchen, sein plötzliches Verschwinden zu verstehen, und davon, daß Mitte Dreißig uralt ist und sie immer noch nicht ihren Vater kennt. Sie erwartet keine Antwort von Kuhl. Doch sie erhält eine Antwort auf ihre Fragen, und es ist eine, die sie lieber nicht bekommen hätte.
Ein Liebes- und Hassroman, uncool wie das Leben.

»Bei Hanne Kulessa darf eine Sitzengebliebene toben.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung