Autor/in
Cornelia Lohs
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Cornelia Lohs

Die freie Journalistin und Buchautorin Cornelia Lohs ist an über 100 Tagen im Jahr in der Welt unterwegs, verfasst Reiseführer und schreibt Reportagen und Features für diverse Medien. Als Fan der nordischen Länder reist sie immer mal wieder nach Dänemark und Schweden. Sie hat beide Länder von Nord bis Süd bereist und sie auf diese Weise kennen- und liebengelernt. Die Autorin lebt und schreibt in Heidelberg.

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Fettnäpfchenführer Schweden

Als Kinder lesen wir »Pippi Langstrumpf«, als Jugendliche schmettern wir »Dancing Queen« und als Erwachsene bauen wir emsig die Regale einer blau-gelben Möbelhauskette zusammen und verschlingen mörderisch spannende Schweden-Krimis – kurz: Deutschland ist durch und durch schwedisiert. Bei so viel kultureller Aneignung sollten Schwedenreisende doch trittsicher durch die skandinavischen Wälder stapfen, sämtliche Elchtests bestehen und definitiv kein interkulturelles »Waterloo« erleben … Ja, wäre die Sache nur so leicht!
Auch Katharina freut sich auf ihr Forschungssemester am berühmten Karolinska-Institut in Stockholm. Knäckebrot hat sie schließlich schon als Kind geliebt, und nirgends sind Frauen und Männer so gleichberechtigt wie hier. Aber schneller als ihr lieb ist, spürt Katharina die ersten Fettnäpfchen auf: Wenn sie sich in ein Taschentuch schnäuzt, finden das die Schweden eklig. Wenn sie Parfüm trägt, ebenso. Wein lässt sich noch schwieriger auftreiben als Bargeld – und das ist in Schweden quasi abgeschafft. Zum Glück findet Katharina bald Freundinnen wie Emma, die ihr die schwedischen Sitten und Gebräuche näherbringen. Und mithilfe von Emmas Tipps und Hintergrundwissen, fühlt sich Katharina bald richtig angekommen.

111 Gründe, Dublin zu lieben

Die spinnen, die Dubliner: Sie feiern jährlich eine Romanfigur und einen Heiligen, der nicht mal vom Papst heiliggesprochen wurde. Sie haben ihre eigene Hymne, verwahren Napoleons Zahnbürste, errichten dichtenden Knastbrüdern ein Denkmal und geben ihrem Hauptpostamt den Status eines nationalen Heiligtums. Sie springen in Massen in die kalte Liffey, glauben an Geister, bestatten Pferde mit militärischen Ehren und widmen ihren Kobolden ein eigenes Museum.
Mit 500.000 Einwohnern ist die irische Hauptstadt so überschaubar, dass die Dubliner sie »Dorf« nennen. Dublin ist nicht nur die Wiege der irischen Nation, sie ist auch die heimliche Welthauptstadt der englischsprachigen Literatur.
Gemessen an ihrer Größe hat sie überdurchschnittlich viele weltbekannte Schriftsteller und Dichter sowie gleich vier Literaturnobelpreisträger hervorgebracht und wurde deshalb 2010 mit dem Titel »UNESCO City of Literature« geadelt. Zahlreiche der 775 Pubs genießen dank des Literary Pub Crawl literarischen Status.